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Mieten Sie noch – oder bauen Sie schon?

Es war auch das Thema auf dem diesjährigen Marketing Symposium Mannheim, auf dem ich ebenfalls eine Keynote hielt: Wächst die Bedeutung der Corporate Blogs und wird dorthin immer mehr Budget fließen?

Wir glauben, achwas, wir sind davon überzeugt: Ja!

Und das lässt sich aktuell auch schon bei immer mehr Unternehmen beobachten. Facebook, keine Frage, spielt im Marketing-Mix immer noch eine große Rolle. Aber die Reichweite sinkt dort zunehmend. Selbst große Fanseiten kommen kaum noch über die 7-Prozent-Marke. Heißt: Obwohl ein Unternehmen vielleicht 100.000 Fans hat, erreicht es mit seinen Posts im Schnitt nicht mehr als 7000 Anhänger. Siehe auch dieses PDF

Oder die Firma zahlt. Facebook-Experte Thomas Hutter hat es einmal so zusammenfasst:

Für viele Unternehmen bedeutet dies, dass hohe Reichweiten nur über bezahlte Ads möglich sind.

Und das zeigt, wie nachhaltig Investitionen auf Facebook tatsächlich sind. Eine Änderung im Algorithmus – und die Ausgaben für Auf- und Ausbau der Fanseite, ja vielleicht sogar die komplette Strategie müssen neu gedacht und angepasst werden. So gut wie immer kostet das weiteres Geld, vor allem für Werbung. Ein Fass ohne Boden – zu dem wohl nur einer sagt “Gefällt mir”: Facebook selbst.

Mieten oder bauen?

Jochen Mai-SocialMediaSpeaker

Ein eigenes Blog macht da sicher zunächst mehr Arbeit als eine Facebook-Fanpage. Es erfordert eine eigene Redaktion, eine langfristige Content Strategie, Redaktionspläne und immer wieder neue gute Themenideen und Aktionen. Deshalb schrecken zunächst viele davor zurück. Fehler! Denn das Geld ist hier werthaltiger angelegt.

“Das Eigenheim ist die einzige Altersvorsorge, die Sie heute schon nutzen können”, lautet ein klassischer Slogan der Bausparkassen. Er ist aber auch eine passende Metapher für Corporate Blogs:

Sie investieren nicht in ein Mietsilo, sondern in ein Eigenheim.

Auf Facebook, Twitter, Google+, Pinterest, Youtube, Tumblr, Flickr, Xing, Linkedin, und wie sie alle heißen sind Unternehmen immer nur Untermieter. Dort gelten die Regeln und AGB des Vermieters. Um im Bild zu bleiben: Ja, es wohnen dort mehr interessante Menschen, in der Bude ist erst einmal mehr los, aber es gibt dort auch mehr Krawall und der Vermieter kann jederzeit die Hausordnung umschreiben und die Miete erhöhen.

Überdies wissen Sie nie, ob nicht morgen schon drei Blocks weiter ein neuer Wohnkomplex entsteht, der viel attraktiver ist. Und dann ziehen alle um – und Sie stehen da, mit Ihrer 500.000 Euro teuren Penthouse-Wohnung, die niemanden mehr interessiert.

Erinnern Sie sich noch an Myspace, Second Life, die VZ-Netzwerke? Das alles waren mal angesagte Social Media Plattformen. So manches Unternehmen hat dort viel Geld investiert. Was sind deren Dependancen dort heute noch wert? Eben.

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