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Uni Zürich: Unternehmen verschlafen Anschluss im Social Business

Social Media ZZZ-verschlafenZahlreiche führende Unternehmen im deutschsprachigen Raum haben das Potenzial von Social Media entweder noch nicht erkannt oder nutzen es nicht. Zu diesem Ergebnis kommt jetzt eine Studie der Universität Zürich, die damit den Finger in dieselbe Wunde legt, wie unsere Mittelstandsstudie zuvor.

Laut den Schweizer Forschern ist zwar die Mehrzahl der Unternehmen in Deutschland, Österreich und der Schweiz in den Social Media aktiv – aber ohne Strategie, die eine systematische Monetarisierung ermögliche.

Social Media werde in erster Linie als alternatives Werkzeug für klassisches Push-Marketing (miss-)verstanden. Das Potenzial von Pull-Marketing und User-Generated-Content nicht nur für das Marketing, sondern für die verschiedensten Unternehmensprozesse entlang der Wertschöpfungskette, bleibe unbeachtet.

Der Studienleiter, Professor René Algesheimer, sagte dazu:

Einerseits müssen Unternehmen angesichts der rasanten technologischen Entwicklung auf der operativen Ebene reagieren, ausprobieren und testen. Andererseits entsteht so eine Vielzahl nicht aufeinander abgestimmter Aktivitäten, die eine echte Strategie für den Wandel durch Social Media, spezifische Zielvorgaben und kontinuierliche Erfolgskontrollen erfordern. Klar ist, dass eine solche Strategie auf jeden Fall das ganze Unternehmen betreffen muss, nicht nur einzelne Abteilungen. Gelingt dies rechtzeitig, entsteht ein enormer Wettbewerbsvorteil.

Auch unsere Mittelstandstudie kam schon zum Ergebnis, dass der deutsche Mittelstand in den Social Media oft aufs falsche Pferd setzt und Wachstumschancen so ungenutzt lässt. Erschreckenderweise über alle Branchen hinweg.

Rund 80 Prozent der Mittelständler sind zwar schon auf Sozialen Netzwerken aktiv – aber mit nur mageren Wirkungs-Werten. Auch verfügt gerade mal knapp jedes fünfte Unternehmen über ein Corporate Blog – zum Vergleich: Von den Dax30-Unternehmen betreibt bereits jeder zweite Konzern eines oder mehrere Blogs.

Die strategische Positionierung des Mittelstands im Social Business bleibt so im Ansatz stecken. Folgen: ineffizienter Einsatz von Ressourcen und langfristig hohe Costs of Ignorance (COI).

Hier alle Ergebnisse der GROWWW-Studie.

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